Digitalisierung - wer nicht mitkommt ist selber schuld? (2)

on 28 August 2018

Digitalisierung bedeutet für mich im Kern tatsächlich „nur“ Veränderung. Es werden einfach neue Werkzeuge verwendet. An sich nichts Neues. Als die industrielle Revolution flächendeckend Maschinenarbeit anstelle von Handarbeit einführte, kam es zu ähnlichen Veränderungskonflikten. 

Der Unterschied zu damals scheint die schnelle und drastische Umwälzung zu sein, neudeutsch Disruption. Theoretisch müsste jede Geschäftsleitung unzählige Varianten bedenken, wohin sich das eigene Geschäftsmodell entwickeln könnte. Eine Aussicht, die durchaus überfordern und lähmen kann.

Wenn Sie ein Genie wie Steve Jobs sind, das drastische Veränderungen liebt, perfekt. Aber wenn Sie doch eher Wert auf solide Beständigkeit und schrittweise Weiterentwicklung legen, was dann?

Aus meiner Sicht hilft eine nüchterne Betrachtung und Vorgehensweise. Überlegen Sie:

Was ist Ihr aktuelles Problem? Was soll zukünftig verbessert/ gelöst werden?
Wie sieht der Idealzustand und -ablauf aus Ihrer Sicht aus?
Bringt eine Recherche zum Thema vielleicht schon die ersten Lösungsideen?
Welche davon sind kurzfristig umsetzbar (personell und finanziell), welche könnten eine zukünftige Lösung darstellen?
Wie können die nächsten kleinen Schritte zum ersten Meilenstein aussehen?

 Dann entwerfen Sie eine Strategie.

 Für die Umsetzung sind einige Regeln wichtig.

  1. Haben Sie ein klares Ziel. Schreiben Sie dieses Ziel auch so konkret wie möglich auf. So können Sie es besser mit anderen Beteiligten diskutieren. 
  2. Stehen Sie als Führungsspitze voll dahinter! Auf dem Weg werden noch genügend Schwierigkeiten auftreten. Dann werden Sie für die Bestätigung und Motivation gebraucht.
  3. Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter(innen) mit. Kommunizieren Sie Ihr Ziel klar. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter(innen) bei der Planung und Umsetzung ein. Sie sind letztendlich die Anwender, die mit dem Ergebnis arbeiten dürfen. 
  4. Planen Sie ausreichend personelle und finanzielle Ressourcen für die Projektumsetzung. Viele Projekte scheitern banal an der zeitlichen Überlastung der Beteiligten.
  5. Benennen Sie klar Projektverantwortliche. Geben Sie ihr oder ihm ausreichend Befugnisse für die laufenden Entscheidungen.
  6. Wenden Sie die Werkzeuge aus dem Projektmanagement an.
  7. Stellen Sie genügend Zeit und Geld für die Schulung Ihrer Mitarbeiter(innen) in der neuen Software oder Anwendung bereit. Sie wollen doch, dass Ihre Investition auch nachhaltig funktioniert. 

 Diese Regeln gelten ganz gleich ob Sie alle Arbeitsschritte selbst im Unternehmen abdecken oder sich einen IT-Dienstleister zur technischen Umsetzung holen. Der gedankliche Mehraufwand am Beginn wird sich mit Sicherheit am Ende auszahlen.

Sie wünschen sich bei Ihrem Vorhaben Unterstützung? Sprechen mich einfach an

Ihre Claudia Hösel

Der Mittelstand BVMW   Offensive Mittelstand

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