7 Schritte zur Digitalisierung - 1. Schritt

on 14 Februar 2019

7 Schritte zur Digitalisierung

1. Schritt - Bewusstsein schaffen

Am Anfang jedes Lern- und Entscheidungsprozesses steht das Bewusstsein, das „etwas“ zu tun ist. Digitalisierung ist ein sehr breit gefächertes, oft sehr fachlich dargestelltes Thema. Ob digitales Kundenmanagement, elektronische Buchhaltung, Online-Marketing, Plattformökonomie, E-Learning oder Künstliche Intelligenz - Digitalisierung hat viele Facetten. Wo also anfangen?

Glücklicherweise gibt es inzwischen eine Vielzahl von leicht zugänglichen und verständlichen Informationsquellen für den Einstieg ins Thema.

Gute erste Quellen sind Themendossiers in den Branchenmagazinen der Sozialwirtschaft. Darin werden neben den fachlichen Hintergründen oft auch Anwendungsbeispiele aus bestehenden Unternehmen beschrieben. Wer gern tiefer einsteigen möchte, findet inzwischen etliche sehr gute Bücher zum Thema Digitalisierung im Handel, auch direkt auf die Sozialwirtschaft bezogen. Eine kurze Recherche beim Buchhändler wird Ihnen ausreichend Vorschläge bringen und über eine Ansichtsbestellung können Sie sich risikofrei ein Buch nach Ihrem Geschmack aussuchen.

Weitere Informationsquellen sind die Webseiten von BMWi (Mittelstand-Digital), Stiftungen etc. sowie Blogs von Fachverbänden und Beratern.

Viele Bildungsinstitute der Wohlfahrtsverbände und Fachverbände bieten Abendveranstaltungen oder Workshops zum Thema Digitalisierung an. Schauen Sie auch mal bei Veranstaltungen außerhalb der Sozialwirtschaft vorbei, das ermöglicht den Blick über den Tellerrand. Das könnten Angebote der IHKs, der kommunalen Wirtschaftsförderung oder von Mittelstandsvereinigungen sein. Ich habe zum Beispiel gute Erfahrungen mit den Angeboten von www.betrieb-machen.de gesammelt.

Auch Messen und Fachkongresse, wie ConSozial oder der Kongress der Sozialwirtschaft, sind eine gute Möglichkeit, einen Überblick über zukünftige Branchenentwicklungen und technische Lösungen zu erhalten.

Wenn Sie lieber vom Schreibtisch oder Sofa aus lernen möchten, bieten Webinare eine gute Möglichkeit, Denkanstöße zu gewinnen. Seien es Online-Veranstaltungen von Mittelstand 4.0, von IT-Dienstleistern oder (kostenpflichtigen) Weiterbildungsinstituten.

Unterhalten Sie sich im Bekanntenkreis, ob es dort Know-how beim jeweiligen Arbeitgeber gibt. Besuchen Sie befreundete Unternehmen und lassen Sie sich über deren Erfahrungen berichten. Oder bitten Sie doch einfach mal Ihre Auszubildenden, ob sie Ihnen einen Einblick in deren digitale Welt geben könnten.

Damit haben Sie bereits einen guten Überblick über die Möglichkeiten der Digitalisierung und deren Auswirkungen gewonnen.

Der nächste Schritt besteht dann in der Anwendung dieser Erkenntnisse auf das eigene Geschäftsfeld. Wo könnten in Ihrer Organisation in den nächsten Jahren Veränderungen notwendig werden? Welche Dienstleistungsangebote drohen ganz wegzufallen, welche werden vielleicht neu entstehen? Versuchen Sie, wie Außenstehende auf Ihr Unternehmen zu schauen. Ich arbeite dabei beispielsweise gern mit der Business Model Canvas.
Dafür kann es auch sehr sinnvoll sein, sich jemanden von außen dazu zu holen. Manchmal brauchen wir einfach ein Gegenüber, das neue Fragen stellt und frei denkt.

Ebenso wichtig ist die Diskussion im erweiterten Leitungskreis und in den Gremien. Zum einen haben deren Mitglieder ihren eigenen Blick auf das Thema und können ihre Erfahrungen wie auch auch kritische Rückfragen einbringen. Zum anderen benötigt Digitalisierung, wie jedes andere Veränderungsthema auch, einen starken Rückhalt in der Unternehmensleitung. Eine gute Einbindung aller Entscheidungsträger zahlt sich spätestens dann aus, wenn Investitionen, personelle Ressourcen und Verantwortlichkeiten beschlossen werden sollen.

Ebenso wichtig ist die Kommunikation der Hintergründe und Pläne in der Belegschaft durch die Unternehmensführung. Dafür sollten Sie sich auch ausreichend Zeit nehmen. Mitarbeitende wollen wissen, weshalb Dinge verändert werden sollen und was das für sie konkret bedeuten könnte. Neues macht oft auch Angst. Ob es die Angst vor der fachlichen Beherrschbarkeit der Technik ist, vor der eigenen Ersetzbarkeit oder die Angst, die Nähe zum Menschen zu verlieren - werden diese Fragen nicht angesprochen und berücksichtigt, kann die Akzeptanz des Digitalisierungsvorhabens im Unternehmen sehr schwierig werden. Ein bewusstes Changemanagement kann hier Unterstützung bieten.

Der erste Schritt ist gemacht. Sie sind sich bewusst, was Digitalisierung für Ihre Organisation/ Ihr Unternehmen bedeutet.

Jetzt folgt der zweite Schritt - Ausgangssituation klären. Dazu mehr im nächsten Blog.

Ich bin an Ihrer Meinung zu diesem Thema interessiert. Schreiben Sie mir!
Ihre Claudia Hösel

   

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